Erste Jahresdienstversammlung seit Pandemiebeginn

Nach einem Jahr coronabedingter Pause hat bei der Freiwilligen Feuerwehr in Unterende im April wieder eine Jahresdienstversammlung stattgefunden. „Ich bin froh, dass wir das hier heute endlich wieder in Präsenz machen können!“, sagte Ortsbrandmeister Ingo Wittrock vor rund 60 Mitgliedern der Aktiven Abteilung, der Altersabteilung, den fördernden Mitgliedern und Gästen wie dem neuen Garbsener Bürgermeister Claudio Provenzano. Natürlich hatte die Pandemie auch starke Auswirkungen auf den Betrieb in der Feuerwehr. So fanden in den vergangenen zwei Jahren viele Dienste über ein Konferenz-Programm nur online statt. „Dadurch ist bei uns kein einziger Dienst ausgefallen“, so Wittrock weiter. Als herausragenden Einsätze im Jahr 2021 nannte er beispielsweise einen Hausbrand in Frielingen, der erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle war, und natürlich die Hilfe im Überschwemmungsgebiet in Nordrhein-Westfalen. Dort war eine Gruppe aus Unterende mehrere Tage lang im Einsatz und half unter anderem dabei, ein mit Wasser vollgelaufenes Kaufhaus auszupumpen.

Da im vergangenen Jahr keine Versammlung stattfinden konnte, mussten auch viele Wahlen und Beförderungen nachgeholt werden. So wurde Henrik Scheckermann zum stellvertretenden Gerätewart, Romea Christin Struß zur Schriftwartin, Siena Budde zur Beisitzerin der Aktiven und Holger Gross zum Kassenprüfer gewählt. Niklas Mensing wurde außerdem als neuer Kinderfeuerwehrwart ernannt.

Auch bei den Ehrungen und Beförderungen musste einiges Nachgeholt werden. Dominic Budde, Simon Scheckermann, Leon Klingemann und Nina Dreyer wurden zu Feuerwehrmitgliedern ernannt. Jan Borsuk, Henrik Scheckermann und Niklas Mensing wurden zu Hauptfeuerwehrleuten, und Robert Lichatz und Dierk Bullerdieck zu Löschmeistern befördert.

Eine besondere und nur sehr selten vergebene Ehrung gab es für Georg Müller, der für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Aktiven Abteilung ausgezeichnet wurde. Ihm wurde außerdem die Goldene Ehrennadel der Ortsfeuerwehr für seine vielen Dienstjahre als Gruppenführer überreicht. Dem ehemaligen Ortsbrandmeister Klaus-Dieter Jäkel wurde schon im vergangenen Jahr für seine langjährigen Verdienste die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Silber verliehen. Jäkel trat bereits im vergangenen Jahr, Müller in diesem Jahr in die Altersabteilung über.

Julian Dahle und Dierk Bullerdieck wurden für ihre 25-Jährige Dienstzeit, Matthias Voss, Günther Jathe und Holger Wilhelms für die 40-Jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Julian Dahle wurde zudem für seine langjährige Hilfe in der Nachwuchsarbeit mit der Florianmedaille der Niedersächsischen Feuerwehr ausgezeichnet. Nils Wellmanns bekam für seine ehemalige Tätigkeit als Leiter der Dekon-Einheit die Silberne Ehrennadel der Ortsfeuerwehr. Jörn Mehring bekam eine Ehrenurkunde für sein Engagement in der Altersabteilung.

JDV2022

Feuerwehr übt das Retten und Bergen

Die Feuerwehr löscht nicht nur brennende Häuser, sie muss auch oft Personen aus ganz unterschiedlichen Notlagen befreien. Deswegen trainiert die Aktive Gruppe bei ihren Übungsdiensten regelmäßig das Retten und Bergen. Ausbilder Stefan Mast startete zunächst mit einem theoretischem Teil und den Fragen: „Wie behandele ich eine bewusstlose Person?„ Oder: „Wie stille ich eine stark blutende Wunde am schnellsten?“ Anschließend wurde das auf den Fahrzeugen verlastete Material zur Menschenrettung, wie die Krankentrage, das Rettungstuch, das Spineboard, ein spezielles Brett zur Stabilisierung des Rückens, oder der Stifneck, der bei möglichen Halswirbelverletzungen des Patienten zum Einsatz kommt, vorgestellt.

Auf dem Dachboden der angrenzenden Heinz-Priebe Sporthalle wartete dann zusammen mit Ausbilderin Natascha Weik der Praxisteil mit zwei Szenarien. Erst musste ein verunfallter Handwerker, dargestellt durch eine Puppe, durch eine kleine Wartungs-Luke gerettet werden. Teilweise war der Durchgang dort so niedrig, dass die Kameraden dabei kriechen mussten. So konnte auch das unterschiedliche Material getestet werden. Bei der zweiten Aufgabe musste die Person noch durch ein enges Treppenhaus nach unten getragen werden. Neben der Krankentrage, die sich als sehr unpraktisch erwies, kam das flexible Rettungstuch mit seinem verschiedenen Möglichkeiten zum Patiententransport auf seine Kosten. Nach eineinhalb Stunden wurde der Dienst dann schließlich mit aufgefrischtem Wissen und neuen Erfahrungen erfolgreich beendet.

Retten und Bergen2Retten und Bergen1

Mehr als 1.000 Betten für ukrainische Flüchtlinge aufgebaut

Auch bei uns in der Region sind die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine seit einigen Wochen spürbar. Auf der Messegelände in Hannover entsteht ein Drehkreuz für ankommende Flüchtlinge, die dort vorübergehend untergebracht werden. Auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Osterwald Unterende halfen bei dem Aufbau der Unterkünfte mit. Im Rahmen der Regionsfeuerwehrbereitschaft wurde ein Zug aus Garbsen für einen Tag in die Halle 12 auf dem Messegelände verlegt. Vor Ort bauten die Kameraden zusammen mit weiteren Kräften aus Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und dem Roten Kreuz insgesamt 1.080 Betten und rund 50 Zelte auf. Nach rund acht Stunden war der Einsatz beendet. In den Unterkünften, die auch schon in weiteren Hallen aufgebaut wurden, sollen die Flüchtlinge nur kurzzeitig wohnen. Von Hannover aus sollen sie dann so schnell wie möglich in Wohnungen in anderen deutschen Städten vermittelt werden.

Messe Fluechtlige

letzter Einsatz

05.04.2022
Ausgelöste BMA
in Osterwald Oberende

nächste Termine

Keine Termine
Go to top